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Wenn Fett beginnt, dich zu steuern...

  • Julia Della Santa
  • 24. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 28. Apr.


Viszerales Fett als endokrines Organ: Was wirklich passiert?


Es ist von außen oft nicht sichtbar, aber deutlich gefährlicher als subkutanes Fett, da es aktiv in den Hormonhaushalt, Entzündungsprozesse und den Stoffwechsel eingreift.

Viszerales Fett ist inneres Fett, das sich um die Organe (Leber, Darm, Bauchspeicheldrüse, Herz) ansammelt
Ab dem 40. Lebensjahr wird der Körper besonders anfällig für die Einlagerung dieses Fettgewebes.

In einer normalen, gesunden Menge hat viszerales Fett auch wichtige Funktionen:
  • Es schützt die inneren Organe mechanisch
  • Es dient als schnelle Energiereserve
  • Es produziert bestimmte Hormone und Botenstoffe, die für den Stoffwechsel notwendig sind
Problematisch wird es erst, wenn zu viel davon vorhanden ist — dann fördert es stille Entzündungen, hormonelle Dysbalancen und metabolische Störungen.


Warum entsteht viszerales Fett ab 40?

 1. Verlangsamter Stoffwechsel
Alle 10 Jahre sinkt der Grundumsatz um ca. 3–5 %.
Der Körper verbraucht weniger Energie → Überschüsse werden leichter gespeichert.
 2. Hormonelle Veränderungen
  • Bei Frauen: sinkender Östrogenspiegel → der Körper „schützt“ die Hormonbalance durch Fettablagerung im Bauchraum.
  • Bei Männern: sinkender Testosteronspiegel → Muskelabbau → geringerer Energieverbrauch → Fett sammelt sich bevorzugt an der Taille.
3. Chronischer Stress
Erhöhtes Cortisol = direkter Stimulator für viszerales Fett. Besonders in Kombination mit Schlafmangel, spätem Essen und viel Koffein.
4. Insulinresistenz
Mit zunehmendem Alter reagieren die Zellen schlechter auf Insulin → überschüssige Glukose wird vermehrt in Fett umgewandelt.
Bei Frauen
  • Sinkende Östrogene beschleunigen die Einlagerung von innerem Fett.
  • Die Fettverteilung verändert sich: weniger an Hüften, mehr im Bauchbereich.
  • Häufige Begleiterscheinungen: Entzündungen, Wassereinlagerungen, ein „aufgeblähter“ Bauch.
Bei Männern
  • Weniger Testosteron = weniger Muskelmasse = geringerer Kalorienverbrauch.
  • Der typische „Bierbauch“ besteht oft hauptsächlich aus viszeralem Fett.
  • Erhöhtes Risiko für Bluthochdruck, Diabetes und Fettleber. 

Selbsttest zu Hause: die einfachste und zuverlässigste Formel:
Behalte dein Taille-zu-Körpergröße-Verhältnis (WHtR) im Blick:
Formel: WHtR = Taillenumfang (cm) ÷ Körpergröße (cm)
  • < 0,5 → optimal
  • 0,5 – 0,6 → achtsam bleiben
  • > 0,6 → erhöhtes Risiko für viszerales Fett

Ganz einfache Regel:
Deine Taille sollte weniger als die Hälfte deiner Körpergröße betragen.
Dieser Wert gibt uns einen guten Hinweis darauf, ob sich Fett im Bauchraum – also rund um die Organe – ansammelt. Genau dieses Fett beeinflusst deinen Stoffwechsel, deine Hormone und dein Energielevel besonders stark.
Miss deinen Taillenumfang am besten morgens nüchtern und beobachte die Entwicklung über mehrere Wochen – kleine Veränderungen sagen oft mehr als einzelne Messungen.

in Programm “Health on the Plate” ist einer der ersten Schritte, gezielt viszerales Fett zu reduzieren – weil genau hier die Basis für viele Beschwerden liegt.
Wenn man diesen Bereich ignoriert, kann das langfristig zu:
  • Gewichtszunahme
  • chronischen Entzündungen
  • hormonellen Dysbalancen
  • erhöhter Belastung für Leber und Herz-Kreislauf-System und etc.  führen.
Deshalb setzen wir genau hier an – an der Ursache, nicht nur am Symptom.

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